Worum es geht

Heute laufen viele alltägliche Dienste über grosse internationale Plattformen: Essen bestellen, Taxi rufen, Tisch reservieren, beim lokalen Detailhandel einkaufen, Hotel buchen, Gutscheine kaufen, Tourismus-Angebote nutzen. All das funktioniert – aber die Gewerbebetriebe zahlen dafür hohe Provisionen, die Daten ihrer Gäste sehen sie nie, und ein wachsender Teil der lokalen Wertschöpfung fliesst aus der Region ab.

Wir bündeln diese Dienste in einer App, betrieben für die Region – nicht für einen Konzern. Der Bezirk Einsiedeln ist dafür ein guter Startpunkt: überschaubar, mit ausgeprägtem Gewerbeleben, mit einem starken Tourismus rund um Kloster und Hoch-Ybrig, und mit einer Bevölkerung, die den lokalen Bezug wertschätzt.

Gemeinnützig und langfristig verlässlich

Der entscheidende Unterschied zu kommerziellen Angeboten: Die Plattform wird von einem nicht-gewinnorientierten Verein mit Sitz in Einsiedeln getragen. Vereinszweck ist die Förderung des lokalen Gewerbes und des Tourismus – nicht die Gewinnmaximierung. Daraus folgen Zusagen, auf die sich Anbieter und Nutzer:innen verlassen sollen:

  • Keine Umsatzprovisionen wie bei Uber Eats, Just Eat & Co. Gewerbebetriebe zahlen einen fairen, transparenten Mitgliederbeitrag – nichts pro Bestellung.
  • Preisstabilität auf Dauer. Statuten und Lizenzvertrag mit der Software-Betreibergesellschaft stellen sicher, dass die Kosten nicht durch spätere Kommerzialisierung in die Höhe schiessen können.
  • Unverbindlichkeit für Anbieter. Keine Exklusivitätsklauseln, keine Mindestumsätze, kein Lock-in.
  • Datenhoheit in der Schweiz. Personendaten bleiben bei einem Schweizer Träger und werden nach revDSG bearbeitet.
  • Wertschöpfung bleibt lokal. Jeder Franken fliesst zurück in die Region – in bessere Dienste, Weiterentwicklung und Tourismusförderung.

Gleichzeitig soll das Projekt so aufgesetzt sein, dass aktive Mitwirkende langfristig fair an der Wertschöpfung beteiligt werden, wenn die Plattform über Einsiedeln hinaus in andere Schweizer Regionen getragen wird. Das regelt die zweite Ebene der Struktur.

Warum jetzt

KI als Enabler – endlich realistisch.

Ein Projekt dieser Grössenordnung – mehrere integrierte Mini-Apps (Taxi, Gastro, Reservation, Shop, Tourismus), eine gemeinsame Plattform, Mobile- und Web-Frontend, Backend, DSG-konform in der Schweiz betrieben – wäre vor wenigen Jahren für einen ehrenamtlich getragenen Verein schlicht unerreichbar gewesen. Die Entwicklungszeit hätte ein kleines Profi-Team über Jahre ausgelastet und Budgets im hohen sechsstelligen Bereich verlangt.

Das hat sich grundlegend verändert. Moderne KI-gestützte Entwicklungswerkzeuge in Kombination mit agentischen Coding-Umgebungen haben die Produktivität dramatisch erhöht. Was früher Wochen gedauert hat, ist heute eine Sache von Tagen. In Kombination mit ausgereiften Open-Source-Bausteinen wird es erstmals realistisch, eine solche Plattform im Vereinsrahmen zu bauen und langfristig zu pflegen.

KI ersetzt dabei keine Menschen – es braucht weiterhin das Produkt-Know-how, die Beziehungen ins lokale Gewerbe, den Vereinsbetrieb und die Betriebsverantwortung. Aber KI senkt die Eintrittshürde so weit, dass das Vorhaben überhaupt denkbar wird.

Drei Ebenen

So ist das Projekt strukturiert.

Eine klare Trennung zwischen lokalem Trägerverein und der Software-Gesellschaft schützt die Mitglieder und ermöglicht gleichzeitig, dass die Plattform jenseits von Einsiedeln wachsen kann.

layer 01 · trägerverein

Der Verein

Trägt die Plattform lokal in Einsiedeln. Schützt die Mitglieder vor Preissteigerungen, bleibt auf Dauer non-profit und hält die Datenhoheit in der Schweiz. Mitgliederbeiträge und allfällige öffentliche Beiträge fliessen vollständig in den Vereinszweck.

layer 02 · software-ip

Die Software-Gesellschaft

Eine separate GmbH oder AG hält die Software-IP, entwickelt und pflegt die Plattform und lizenziert sie dem Verein zu dauerhaften Vorzugskonditionen. Wer aktiv beiträgt – mit Code, Design, Konzept, Networking oder finanziellen Einlagen – wird über ein transparentes Beitragsprotokoll fair beteiligt.

layer 03 · skalierung

Weitere Regionen

Andere Schweizer Regionen gründen eigene Vereine nach demselben Muster und beziehen die Plattform per Lizenzvertrag. Erfahrungen, Module und Verbesserungen werden geteilt – jede Region behält ihre Identität.

Stand der Dinge

Wo wir gerade stehen.

  • Recherche zu Open-Source-Bausteinen und vergleichbaren Schweizer Projekten abgeschlossen.
  • Drei-Ebenen-Struktur konzipiert.
  • Beitragsprotokoll in Betrieb (transparente Erfassung von Zeit, Geld und Sachleistungen).
  • Statuten-Entwurf liegt vor – juristische Prüfung steht aus.
  • Erste Gespräche mit Gewerbeverein und Tourismus stehen an.
  • Gründungsversammlung: noch zu planen.

Wenn dich das Vorhaben interessiert – als Gewerbebetreibende:r, mögliche:r Mitgründer:in, Entwickler:in, Spender:in oder einfach als interessierte:r Einsiedler:in – freuen wir uns über deine Nachricht.